Kammer - zertifizierte Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte und Psychotherapeuten
      Neurolinguistisches Programmieren (NLP) und Neurolinguistische Psychotherapie (NLPt)
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Falldarstellungen / Fall-Vignetten:









1. Fall: 45 Jahre, weiblich. Diagnose nach ICD-10-GM-2004: F40.2 (isolierte Phobien), F41.0 (Panikstörung): Frische, wenngleich schwere Angstneurose (Panikattacken/Versagens-ängste/Sprechstörungen/schwere reaktiv-depressive Zustandsverarbeitung. Zustand während neuroleptischer Medikation. Diagnose aus psychoanalytischer Sicht: narzißtische Retardierungsstörung nach innerpsychischem Ausfall von Übermutterfiguren. Unveränderter Zustand nach 6-wöchigem Aufenthalt in psychosomatischer Klinik: irrationale Absicht zur Aufgabe der beruflichen Selbständigkeit und Bereitschaft zur Entlassung von 7 Mitarbeitern. Medikative Begleitbehandlung bei stark reduzierter Medikation und zusätzlicher Bedarfsmedikation. Psychotherapeutisches Vorgehen: Verzicht auf psychoanalytische Behandlungskonzepte und stattdessen Behandlung hauptsächlich mit folgenden NLPt-Formaten: Zunächst patientenzentrierte und ressourenfocussierte Arbeit auf der Time-Line zur Schaffung von kompensativ wirkenden und jederzeit einsetzbaren VAKOG-geankerten Strukturen. Erweiterung der Ressourcenarbeit durch die Formate "Sicherer Ort", "Video-Technik" und "Strahl-Technik". Danach Timeline-Arbeit als Konfrontationsarbeit zur Freilegung, Veränderung, Zerstörung und Reimprinten von infektiösen Affektbrücken zu traumatisch wirkenden angstbesetzten und pathologischen Vorläufer-Szenen. Verstärkter Einsatz des EMI-Formates nach Steve Andreas auf der Time-Line. Veränderung von angstbesetztem Traummaterial mittels Film-Veränderungstechnik (Vor-Läufe, Rück-Läufe, zerdehnt und beschleunigt, VAKOG-verändert und Einbau von traum-analogen Ersatzstücken) sowie Import und Ankerung von Ressourcen in die Traumgeschichte. Ankerung und Trauma-analoge Spreizung mittels EMI-Format. Einsatz von Fast-Phobia, Als-Ob-Technik und DHE-Future-Pacing. Zunehmende Vorwegnahme von szenisch beschreibbaren Angsterwartungen und Future-Pacing-Arbeit. Zustand nach NLPt-Behandlung im Umfang von 44 Sitzungen: seit Jahreswechsel 2005/2006 ohne Behandlungsnotwendigkeit, völlig symptomfrei, voll arbeitsfähig, voll liebesfähig, Unternehmung derzeit im Aufwind, ressourcenvoller psychischer Gesamtzustand.

2. Fall: 43 Jahre, männlich. Diagnose nach ICD-10-GM-2004: F40.2 (Spezifische Isolierte Phobien): Massive Flugangst seit ca. 10 Jahren, verbunden mit Angst vor geschlossenen Räumen aller Art (Gaststätten, Toiletten, Autorücksitze bei Dreitürern). Behandlung hauptsächlich mit folgenden NLPt-Formaten: Fast-Phobia, Film-Technik, EMI-Technik nach Steve Andreas, - alle Formate unter Hinzuziehung von VAKOG-Veränderungsarbeit, Ressourcenarbeit und Assoziation-Dissotiations-Übungen. Behandlungsverlauf nach Erstellung einer "Angstlandkarte" weitgehend symptomorientiert bei forcierter Handhabung der Formate im Sinne einer vorher verabredeten Konfrontationsstrategie. Zustand nach 47 Sitzungen NLPt-Behandlung: völlige Auflösung der Flugangst, völlige Auflösung der Gaststätten- und Toiletten-Angst. Geminderte Angst vor dem Sitzen in Dreitürern. Keine Hinweise auf Symptomverschiebungen. Beendigung der Therapie im Herbst 2005 auf Wunsch des Patienten mangels Leidensdrucks, - Flugreisen und Gaststättenbesuche mehrfach angst- und symptomfrei überstanden.

3. Fall: 52 Jahre, männlich. Diagnose nach ICD-10-GM-2004: F45.2 (Hypochondrische Störung): Seit 5 Jahren ständiger Angstgedanke, wie der Vater qualvoll an Krebs zu versterben, - ständige hypochondrisch motivierte Arztbesuche. Dieser bescheinigt seit Jahren eine Hypertonie ohne körperlichen Befund, - seit Jahren erfolglos medikativ behandelt. Einschlaf- und Durchschlafstörungen, morgentliche Unruhe, psychosomatische Druckgefühle in der Brust, Antriebsminderung, depressiver Gesamtzustand. Diagnose aus psychoanalytischer Sicht: ödiplale Thematik: unbewußte Schuldgefühle als Folge von gegen den totkranken Vater gerichteten verdrängten Beseitigungswünschen, da der Patient den Vater täglich hatte pflegen müssen. Verzicht auf psychoanalytische Behandlungsmethodik, Einsatz von NLPt-Therapie. Hauptsächlicher Einsatz des NLPt-Formates der "Inneren Stimme" und des "Inneren Auges", der Time-Line und des EMI: Zunächst Suche nach den Angst-Bildern und den Angst-Stimmen mittels EMI. Dabei Verdeutlichung von Bildern vom Tod der Oma und der Schwiegermutter. In beiden Fällen konnte der Patient die Toten nicht "ansehen". Weiterarbeit mit EMI-Konfrontationsstrategie, nämlich in den assoziativen Zustand zu gehen und sich die verleugneten Bilder anzusehen, dabei Einsatz von VAKOG-Arbeit, zeitliche Verfremdung durch Zerdehnung der Konfrontation (Film-Technik), Wechsel von Assoziation (Inkorporation) und Dissoziation (Exkorporation) der Bilder, Einsatz des 3-Positions-Formats, Swish-Technik, Rückholung der zerstörten Bilder mittels "Importieren" und "Platzanweisung". Nach 9 Sitzungen sagt der Patient, daß die Angst vor den Bildern der Toten genauso verschwunden sei, wie die Angst an Krebs zu erkranken. Erstmals seit 5 Jahren keine Schlafstörung mehr. Weiterhin allerdings ganztägig "körperliche Unruhe", - hauptsächlich nach dem Aufwachen. Meine Vermutung: Neurologische Residualzustände im Sinne von Transmitterblockaden, die von der beseitigten hypochondrischen Angst und deren neuronalem Ort abgelöst und funktionell autonom weiter funtionieren. Schwierigkeit: der Patient produziert hierzu keine VAKOG-Eindrücke, also keine Bilder, keine Gedanken, keine Gerüche, keinen Geschmack, halt nur das diffuse Körpergefühl. Dies macht das Handling und die Zielrichtung des Einsatzes von Formaten schwieriger. Herumprobieren mit Submodalitäten-Arbeit versandet ebenso wie versuchte Timeline-Arbeit, Als-Ob-Technik, Anker-Verschmelzen und Core-Transformation. Schließlich führt eine Trance-Übung weiter, aus welcher der Patient mit dem überwältigenden Gefühl und dem bisher verschütteten Gedanken aufwacht, er und der Vater seien eins, und er lebe das Körpergefühl des Vaters, - nämlich die Unruhe - , in seinem Körper weiter. Patient ist mit allen Zeichen des Affekts erschüttert von dieser Erkenntnis (Aha-Erlebnis mit Tiefgang, - hier kann eine hirnorganische Lösung einer Transmitter-Blockade vermutet werden), deren inhaltliche Ausgestaltung (mit dem Vater unbewußt eins gewesen zu sein) er als "völligen Blödsinn" bewertet (Sistanzierung, Dissoziation). Es handelt sich offensichtlich um einen bis dahin hirnorganisch unbewglich gehaltenen Glaubenssatz (hirnorganische Konstruktion von Glaubenssätzen), der wie ein unbewußtes Metaprogramm wirkte. Fortgang der Behandlung: Die Bearbeitung des Glaubenssatzes mittels des NLPt-Formats der "Inneren Stimme" und des "Refraimings" führt zu der Suche nach einem optimalen Satz, der als neuer Glaubenssatz hilfreich sein könnte. Patient findet den Satz: "Mein Körper ist gesund, mein Kopf ist krank, und ich bin nicht mein Vater, er hatte Krebs, ich aber nicht, er ist tot, nicht ich." Focussierung dieses Satzes mit EMI-Format führt nach nur einer weiteren Sitzung zur völligen Gesundung des Patienten. Zustand nach insgesamt 16 Sitzungen NLPt: Beendigung der Therapie durch den Patienten wegen völliger Beschwerdefreiheit. Patient hatte mit einer längeren Therapie gerechnet und ist von der Schnelligkeit der Wirkung überascht. Psychosomatische Unruhe und Hypertonie sind nicht mehr vorhanden. Die Therapie ist seit April 2006 beendet.

Weitere Fall-Vignetten folgen.