Kammer - zertifizierte Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte und Psychotherapeuten
      Neurolinguistisches Programmieren (NLP) und Neurolinguistische Psychotherapie (NLPt)
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NLP und Verhaltenstherapie








Einer der Kernbereiche des NLP, - nämlich das Ankern - , entstammt der klassischen Verhaltenstherapie. Es geht um das Koppeln von äußeren Reizen mit inneren Gefühlszuständen, die dann Anlaß für bestimmte Verhaltensweisen sind (Pawlow'scher Hund). Das Ankern geschieht im Alltag ständig, ohne daß wir uns dies bewußt machen. Eine Landschaft (Reiz) z.B., die in uns zunächst Einsamkeitsgefühle hervorruft (innerer Gefühlszustand), kommt uns plötzlich ganz belebt vor, nur weil wir in ihr einen wunderbaren Menschen (Reiz) kennen gelernt haben. Das dominante positive Gefühl für einen Menschen geht auf die Landschaft über, - es hat eine Löschung eines reizgebundenen (Landschaft) negativen Gefühls und eine Ankopplung des Reizes (Landschaft) an ein von anderswo herkommendes positives Gefühl gegeben. Dies kann blitzschnell geschehen. Das NLP macht sich diese Erfahrung im "Anker kollabieren" zunutze, indem die negativen Reizkopplungen planmäßig geschwächt (VAKOG-Submodalitätenarbeit) und die so schwach (weil affektlos) gemachten äußeren Reize dann an bereits vorhandene positive Anker (VAKOG-Reize mit Ressourcencharakter) angekopplt (geankert, Anker verschmelzen) werden. Letztlich übernimmt das NLP hier die "Desensibilisierungstechnik" von der (kognitiven) Verhaltenstherapie. Das NLP arbeitet mit dieser Technik durch die Einbindung in andere NLP-Formate insgesamt beweglicher sowie stärker strukturiert, focussiert, zielorientiert und manualisiert.

Das "operante Konditionieren" findet sich im NLP nicht in einem bestimmten Format sondern in der NLP-Grundhaltung wieder. Zentral für das NLP ist der Gedanke, daß wir in einer von uns selbst konstruierten Wirklichkeit leben. Wenn wir in negativen Gefühlen stecken bleiben, dann haben wir uns diese Lage selbst hergestellt. Was jedoch hergestellt und von Menschen Hand ist, das kann auch ungeändert, umkonstruiert werden, das ist nicht vorgegeben. Von daher ist das Grundparadigma des NLP der Gedanke des "positiven Machens", des Ausprobierens, Veränderns, Anders-Machens und des so lange probierens, bis sich Erfolg einstellt, bis es weiter geht, - bis sich also ein "positiver Verstärker" ergibt. Das gesamte NLP ist ein groß angelegter Versuch, auf der Straße der "positiven Verstärker" zu bleiben. Das Format "New Behavior Generator" und damit auch die Suche nach positiven Verstärkern ist ein quasi immer integriert mitlaufendes Programm bei allen Formaten des NLP.